| Gewichtsreduktion Bei
übergewichtigen Patienten gilt als Vorrang, Normalgewicht anzustreben. Wenn es gelingt,
ein vorher ausgeprägtes Übergewicht komplett abzubauen, kann die nächtliche
Atemstörung nicht mehr nachweisbar sein. Erfahrungsgemäß dauert es Monate bis Jahre,
bis eine erfolgreiche Gewichtsreduktion eingetreten ist. Die Einleitung einer notwendigen
nächtlichen Atemtherapie sollte daher nicht verzögert werden. Unter Behandlung mit nCPAP
(siehe unten) nimmt die körperliche Aktivität der Patienten deutlich zu und häufig
fällt ohne besondere Diät das Gewicht ab. |
| Änderung der Schlafposition
Atemaussetzer im Schlaf treten häufig lageabhängig und bevorzugt in Rückenlage
auf. In leichten Erkrankungsfällen kann daher eine Änderung der Schlafposition von der
Rückenlage in eine seitliche Lage eine Besserung erzielen. Auch ein Hochstellen des
Kopfteiles oder Schlafen mit 3 - 4 Kopfkissen kann zu leichten Besserungen
beitragen, führt aber bei ausgeprägten Formen zu keiner großen Verbesserung. |
| Medikamentöse Therapie
Theophyllin ist ein seit Jahren in der Behandlung der Schlafapnoe eingesetztes
Medikament. Die Wirksamkeit ist jedoch nur bei etwa 30 % der Patienten gegeben. Da es sich
um ein Koffein-ähnliches Präparat handelt, kann der Schlaf beeinträchtigt werden. Schon
bei einer geringen Dosierung von einer Tablette mit verlängerter Medikamentenabgabe
(retardiertes Theophyllin) gelingt es in etwa 30 % aller Fälle, die nächtlichen
Atemstillstände relevant zu reduzieren und damit die Tagesmüdigkeit zu beseitigen. Der
Erfolg im einzelnen kann allerdings nicht vorausgesagt werden, so daß im Schlaflabor der
Effekt aktuell und nach wenigen Monaten erneut überprüft werden sollte. |
| Operative Therapieverfahren
In den letzten Jahren wurden zahlreiche operative Therapieverfahren zur Behandlung
von Schlafapnoe entwickelt. Diese Verfahren sind jedoch nur einzelnen Patienten anzuraten
und bedürfen einer sorgfältigen individuellen Planung. |
| Kontinuierliche positive
Überdruckatmung (nCPAP)
In den meisten Fällen einer nächtlichen Atemstörung stellt die Atemtherapie
mittels "CPAP" eine einfache und erfolgreiche Therapiemöglichkeit dar. Dabei
wird dem Patienten über eine Nasenmaske Luft zugeführt. Es entsteht ein Überdruck im
Nasenrachenraum, der die Atemwege während des Schlafes freihält. |